Mit einer Spleissanleitung einen Spleiss spleissen
..aber das ist alles nicht ganz einfach, die Seilkunde war nicht umsonst früher ein Ausbildungsberuf.
Unter Spleißen versteht man eine haltbare Verbindung zwischen geflochtenem Tauwerk aus Naturfasern und Kunststofffasern wie auch Drahttauwerk durch eine Verflechtung der einzelnen Kardeelen. Das Spleißwerkzeug nennt sich Hohlspieker oder Marlspieker.
Bekannte Spleiße sind Augspleiß, zur Vertäuung an einen Poller, der Rückspleiß als greifbares Ende eines Seiles und der Kurzspleiß zum Verbinden zweier Seile. Aber es gibt noch eine ganze Reihe mehr in der Spleissanleitung oder in Fachbüchern: Knoten, Spleißen, Takeln
Gut, dass man das Spleissen bei der Segelkundeprüfung für den Segelschein nicht beherrschen muss. Grundsätzlich wäre es aber gut, die Ansetze zu verstehen. Auf grosser Fahrt könnte man es schon brauchen.
Aber die Schiffsknotenkunde, die sollte man für die Segelscheinprüfung theoretisch aber auch praktisch beherrschen. Die wichtigsten Schiffsknoten sind aber auch mit etwas Übung leicht zu erlernen.
Was ist ein Schot und was eine Leine ?
Auf einem Schiff, selbst auf der kleinsten Jolle, gibt es für das Tauwerk eigene seemännische Bezeichnungen, die am Anfang ungewohnt und daher zu lernen sind.

Eine Schot ist ein Tau, das zum Bedienen eines Segels eingesetzt wird. Schoten zählen zum laufenden Gut. Es gibt die Grossschot für das Hauptsegel und die beiden Fockschoten oder Vorschot für das Vorsegel. Dabei wird noch in das Bachbordschot und das Steuerbordschot unterschieden. Mit den Schoten wird angeholt oder gefiert, um so das Segel für den passenden Kurs zu trimmen.
Eine Leine bezeichnet man ein dünnes Tau oder Seil im Gegensatz zu einem dickeren Exemplar, dies wird dann Trosse genannt. Leinen dienen meist als sogenannte Festmacherleinen, also zum Festmachen eines Schiffes. Die wichtigsten sind die Vorleine , die Achterleine, die Vorspring und die Achterspring.
Zum festen Verbinden von Tauwerk bedient man sich dem Spleissen. Mit einer Spleissanleitung und dem entsprechenden Werkzeug kommt man weiter.
Die Sprache der Segler nennt man auch Seglerlatein. Auch damit muss sich der künftige Seemann oder auch Seefrau auseinandersetzen.
Welche Schuhe beim Segeln
Schon beim Besuch einer Segelschule oder bei einer Einladung auf ein Motorboot oder ein Segelboot stellt sich die Frage nach der Fussbekleidung. Auch wenn das Wetter schön ist und die Sonne lacht, vom barfuß segeln ist abzuraten. Schnell ist man auf einer rutschigen Stelle ausgerutscht und verletzt sich nicht nur an den Zehen!
Zumindest "darf" das Schiff mit Turnschuhe mit einer hellen Profilsohle betreten werden. Dunkle Sohlen zeigen oft dunkle Abriebspuren, über die sich der Skipper freuen kann.
Echte Seglerschuhe haben ein besonderes Profil ( feiner Messerschnitt ), das bei glatter und nasser Oberfläche wesentlich rutschfester sind.
Näheres zum Thema Bootschuhe.

