Der Segelschein
Vergleichbar mit dem Führerschein für Fahrzeuge des öffentlichen Strassenverkehrs gibt es eine größere Anzahl an unterschiedlichen amtliche und nicht-amtliche Papiere, im Volksmund " Segelschein" genannt, die für das Führen von Segelbooten, von Segelbooten mit Motor und von Motorbooten auf den nationalen oder internationalen Gewässern nötig sind.
Dieser Segelschein berechtigt als Befähigungs- und Berechtigungsnachweis zum eigenverantwortlichen führen eines Sportbootes wie zum Beispiel ein Segelboot. Nicht verwechseln darf man den Begriff Segelschein mit einem " seemännischem Patent". Dies wäre beispielsweise die Ausbildung zum Kapitän.
In Deutschland gibt es folgende Amtliche Sportbootführerscheine :
- der Sportbootführerschein Binnen ( SBF Binnen )
- der Sportbootführerschein See ( SBF See )
- der Sportküstenschifferschein ( SKS )
- der Sportseeschifferschein ( SSS )
- der Sporthochseeschifferschein ( SHS )
- der Traditionsschifferschein ( TSS )
- das Bodenseeschifferpatent ( BSP )
- das Sportschifferzeugnis bzw. Rheinsportschifferpatent
Auf dem Wasser ist eine eigene Sprache gebräuchlich
Beim Segelschein machen wird man auch eine ganz eigene Sprache kennenlernen, man spricht vom Seglerlatein. Um sich schnell und prägnant unterhalten zu können, um die entsprechenden Segelbefehle zu verstehen, sollte man sich diese Seglersprache schnell aneignen.
Hier eine kleine Auswahl vorab:
- achtern = hinten
- Backbord = bezogen auf die Fahrtrichtung des Bootes links
- Bug = das Vorderende das Bootes
- Festmacher = Leine zum Festmachen des Bootes am Liegeplatz
- Knoten = Geschwindigkeit von Seemeilen pro Stunde
- Luv = Richtung, aus der der Wind weht
- Lee = Richtung, in die der Wind weht
- Pinne = Hebel zum Bedienen des Ruders
- Steuerbord = bezogen auf die Fahrtrichtung des Bootes rechts
- Wende = Drehen eines Segelbootes mit dem Bug durch den Wind

