Der Segelschein
Vergleichbar mit dem Führerschein für Fahrzeuge des öffentlichen Strassenverkehrs gibt es eine größere Anzahl an unterschiedlichen amtliche und nicht-amtliche Papiere, im Volksmund " Segelschein" genannt, die für das Führen von Segelbooten, von Segelbooten mit Motor und von Motorbooten auf den nationalen oder internationalen Gewässern nötig sind.
Dieser Segelschein berechtigt als Befähigungs- und Berechtigungsnachweis zum eigenverantwortlichen führen eines Sportbootes wie zum Beispiel ein Segelboot. Nicht verwechseln darf man den Begriff Segelschein mit einem " seemännischem Patent". Dies wäre beispielsweise die Ausbildung zum Kapitän.
In Deutschland gibt es folgende Amtliche Sportbootführerscheine :
- der Sportbootführerschein Binnen ( SBF Binnen )
- der Sportbootführerschein See ( SBF See )
- der Sportküstenschifferschein ( SKS )
- der Sportseeschifferschein ( SSS )
- der Sporthochseeschifferschein ( SHS )
- der Traditionsschifferschein ( TSS )
- das Bodenseeschifferpatent ( BSP )
- das Sportschifferzeugnis bzw. Rheinsportschifferpatent
Das Befähigungszeugnis Sportküstenschifferschein ( SKS )
Der Sportküstenschifferschein ( SKS ) ist ein empfohlender Schifferschein für das Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in den Küstengewässern aller Meere bis zu 12 Seemeilen Abstand vom Festland.
Was bedeutet hier Empfehlung ?
Der Sportküstenschifferschein ( SKS ) erweitert nicht die Berechtigungen, die man mit dem Sportbootführerschein ( See ) hat. Zum Chartern einer seegängigen Yacht wäre also der Sportbootführerschein ( See ) ausreichend, wobei natürlich so mancher Vercharterer schon gerne einen Nachweis über das Können eines Sportküstenschifferschein ( SKS ) hätte.
Vorraussetzungen für den Sportküstenschifferschein ( SKS )
- Lebensalter 16 Jahre
- Besitz des Sportbootführerscheins ( See )
- Nachweis von mindestens 300 Seemeilen auf einer Yacht im Küstengewässer nach dem Erwerb des Sportbootführerscheins ( See )
Der gesamte Prüfungsstoff zum Erwerb des Sportküstenschifferscheins ( SKS ) ist schon wesentlich erweitert gegenüber dem Sportbootführerschein ( See ). Die erweiterten Kenntnisse sind insbesondere Navigation, Seemannschaft, Schiffahrtsrechte und Wetterkunde.
Wie gewohnt ist die Prüfung in einen theoretischen und einen praktischen Teil aufgeteilt.
Im praktische Teil wird auf das erfolgreiche Umsetzen des Gelernten in Küstengewässern geprüft. Das sind ausgewählte Manöver und die Pflichtaufgabe Rettungsmanöver sowie Knotenkunde.
Der theoretische Teil besteht einerseits aus einem Fragenteil, hier sind alle Fragen mit Musterantworten vorab bekannt und im Handel erhältlich, und dem sogenannten Kartenteil. Bei letzterem werden umfangreiche navigatorische Kenntnisse verlangt, die anhand einer Seekartenaufgabe gelöst werden müssen. Dazu zählen auch Fragen zu Strom und Gezeiten. Zum Kartenteil sind die konkreten Fragen nicht wie bei den Musterantworten bekannt, aber man lernt mit vergleichbaren Musteraufgaben, die auch im Handel zu bekommen sind. Siehe auf dieser Website rechts aussen.
Ein Navigationsbesteck, bestehend aus einem Marinezirkel, einem Kursdreieck und einem Anlegedreieck wird zur Prüfungsvorbereitung benötigt.

